Das erste Mal
Autoren erzählen

Alessandra Bernardi

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Es ist fast genau zwei Jahre her, als ich mit meiner Idee zu einem historischen Roman meinen Agenten überzeugen konnte und mich voller Eifer auf das neue Buch stürzte. Dass es zwei Jahre dauert, bis ich diesen unglaublichen Moment erleben durfte, ein druckfrisches Exemplar in Händen zu halten, ahnte ich damals nicht.

Aber zurück an den Anfang. Ich schreibe schon ein paar Jahre, aber neben Arbeit und Familie fehlte die Anerkennung. Auch mir war das Schreiben wohl nicht wichtig genug, und so brauchte es sanfte Tritte von lieben Schreibfreunden, online-Seminaren, bis ich erkannte, dass das Schreiben für mich längst kein Hobby mehr ist. Ich habe "Die Tochter des Dogen" mehrfach überarbeitet und trotz Feedback überkamen mich immer wieder Zweifel, ob ich die Charaktere richtig gezeigt habe, ob genug Setting vorhanden ist und ob ich einfach das Richtige tue. Dann kam eine Mail meines Agenten - wir haben ein Angebot für einen Hardcover. Mein Buch - als Hardcover, fester Einband, mehr Werbung, aber so ein richtig schönes Buch. So eines wie die vielen, die bei mir im Bücherregal stehen - und dann die Erkenntnis, es ist MEIN Buch, das gedruckt wird. Da ist ein Verlag, der an mich und mein Buch glaubt - ein erhebendes Gefühl und tatsächlich lief ab da alles wie am Schnürchen. Vorbei die Zweifel, für eine Weile, denn eines habe ich in den letzten Monaten verstanden - es gibt kein Schreiben ohne Zweifel. Jedenfalls für mich.

Ich kann mir auch nicht mehr länger vorstellen, nicht zu schreiben. Es ist mir mittlerweile so wichtig geworden, dass ich dafür viele Opfer bringe, die nicht jedem gefallen, aber ich habe mit dem Erscheinen dieses Buch gelernt, dass mein Weg als Autorin erst begonnen hat. Ich bin noch lange nicht am Ziel angelangt. Damit meine ich nicht den Erfolg, das Geld, sondern einfach, dass ich mich noch weiter verbessern kann und dass man das nur erreicht, wenn man regelmäßig schreibt und an sich arbeitet. Nicht auf den Lorbeeren ausruhen, nicht den Stil auf einer Latte beibehalten, sondern nach personality streben und darauf eine Basis zu bauen, auf die ich in einigen Jahren auch finanziell sagen kann, ich bin Autorin und ich arbeite und lebe dafür. Und davon.

Ein Schlüsselerlebnis war die Frankfurter Buchmesse. Zu sehen, was in dieser Branche möglich ist, zu sehen, wie so unglaublich viele Menschen auf diese Messe gehen, um Bücher kennenzulernen ... das war beeindruckend .

Ich kann nur jeden ermuntern, an sich und sein Schreiben zu glauben und Zweiflern die Basis zu nehmen - mit einem veröffentlichten Buch, denn "Die Tochter des Dogen" hat meine Zweifler zum Verstummen gebracht. Nehmen Sie Ihr Schreiben ernst und schreiben Sie es auf. In Momenten, wo die Tastatur klemmt, der Bleistift abbricht, die Schreibblockade eine haushohe Welle wird, lesen Sie diese Zeilen und erinnern Sie sich, was Sie erreichen wollen - und warum Sie niemand, absolut niemand, von diesem Ziel abbringen kann. Leben Sie Ihr Schreiben!


Von Alessandra Bernardi erschienene Titel:

Die Tochter des Dogen.
Neuer Europa Verlag 2006


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